Der SV Waldhof hat seine Durststrecke von fast fünf Monaten ohne Auswärtssieg beendet. Felix Lohkemper erlöste die Mannheimer im Kampf um den Klassenverbleib.
„Dieser dreckige Sieg war wahnsinnig wichtig“, sagte Waldhofs Trainer Bernhard Trares, der kurzfristig Samuel Abifade als Linksverteidiger aufbot, weil sich Sascha Voelcke am Mittwoch gegen Sandhausen (3:2) eine Einblutung im Oberschenkel zugezogen hatte. Seine Mannschaft habe aufgrund guter Leistungen in den vorherigen Auswärtsspielen durchaus schon an einem Sieg geschnuppert. In Aue sei es hingegen von beiden Teams „ein schlechtes Drittliga-Spiel“ gewesen. Nach der Führung hätte seine Mannschaft aber gut verteidigt, nichts zugelassen und so den Sieg verdient eingefahren.
In der Tat plätscherte die Partie so vor sich hin. Der Waldhof zeigte wieder sein in dieser Saison typisches Auswärtsgesicht: Er spielte gefällig, aus dem Spiel heraus kreierte er aber kaum Torgefahr. Neben dem Tor hatte Lohkemper noch in der siebten Minute eine Möglichkeit gehabt, als er den Ball ans Außennetz schoss. Das war es dann auch schon mit den Chancen für Mannheim. „Ich hätte mit gewünscht, dass wir den zweiten Treffer nachlegen. Die Möglichkeiten waren vom Raum her da, nicht von den Chancen. Das hat mir nicht gefallen, weil wir immer wieder zu schnell den Ball verloren haben“, sagte Trares.
Beiden Teams fehlt die Spritzigkeit
Lediglich Mitte der ersten Hälfte verzeichnete Aue so etwas wie eine Drangphase. Waldhofs Torhüter Jan-Christoph Bartels konnte sich mehrfach auszeichnen. Ansonsten verlebte er, wie auch Aues Torhüter Martin Männel an seinem 37. Geburtstag, einen ruhigen Nachmittag. „Es war das dritte Spiel in sieben Tagen. Man hat bei beiden Mannschaften gemerkt, dass heute die Spritzigkeit nicht mehr da war. Trotzdem haben wir es heute gut gemacht“, urteilte Lohkemper.
Lauffreudig war der Waldhof bis zur letzten Minute und unterband schon im Ansatz so etwas wie ein Aufbäumen der Gastgeber. Nur Anthony Barylla hatte eine Chance für Aue. Kurz vor Spielschluss hätte der eingewechselte Kelvin Arase eigentlich das zweite Tor für den Waldhof machen müssen, aber er vertändelte den vielversprechenden Konter. Die Situation machte deutlich, warum Trares nach dem Sieg gegen Sandhausen am Mittwoch wieder auf die beim Heimspiel gelbgesperrten Adrian Fein und Arianit Ferati für Arase und Rico Benatelli setzte. Beide geben dem Spiel des Waldhofs derzeit einfach mehr Kreativität und Entschlossenheit.
Mit zwei Siegen in Folge und 13 von 18 möglichen Punkten aus den vergangenen sechs Partien geht der Waldhof gestärkt in die Länderspielpause. In zwei Wochen kommt dann Borussia Dortmund II.
Quelle: Die Rheinpfalz
