SSV Reutlingen - Vom VfL Nagold kommt das Sturm-Talent Sascha Vater. Neun Akteure im Probetraining
Fast 100 Spieler bieten ihre Dienste an
VON MANFRED KRETSCHMER
REUTLINGEN. »Die Vertragsgespräche mit unseren Spielern sind sehr weit fortgeschritten«, beschreibt Peter Starzmann die Lage beim SSV in Sachen Personalplanung für die Fußball-Regionalliga-Saison 2006/07. Unterschriften werde es allerdings »frühestens am Wochenende, wahrscheinlich aber erst Anfang nächster Woche geben«, so der Reutlinger Trainer.
Einig ist sich der SSV mit Sascha Vater. Der 22-Jährige kommt vom VfL Nagold und soll in der bevorstehenden Spielzeit die Sturm-Abteilung der Kreuzeiche-Kicker verstärken. Der zur Kategorie »Talent« zählende Vater erzielte in der zurückliegenden Runde 27 Punktspiel-Treffer und wurde damit Torschützenkönig in der Landesliga-Staffel 3.
Schneider fährt zweigleisig
Apropos Sturm: Goalgetter Christian Haas hat bekanntlich vor längerer Zeit einen Kontrakt unterschrieben. Markus Schneider und Ewald Beskid dürften ihre Verträge in der nächsten Woche verlängern. Schneider, der vor zwei Jahren vom damaligen Bezirksligisten FSV Bissingen an die Kreuzeiche kam, möchte künftig zweigleisig fahren und neben dem Fußball auf die Karte Beruf setzen.
Fast 100 Spieler hätten in den vergangenen Tagen ihre Dienste angeboten, berichtet Starzmann. Das ist auf der einen Seite sehr erfreulich, weil es den Stellenwert der Nullfünfer in der Branche dokumentiert, zum zweiten bedeutet es viel Arbeit. Starzmann: »Ich muss jeden einzelnen Spieler bewerten, hole mir Infos bei anderen Trainern oder lade manche zu einem Probetraining ein.« Acht Feldspieler und ein Torhüter durften in dieser Woche schon mal vorspielen.
Keine Regionalliga-Top-Verträge
»Wir müssen bei den Neuzugängen besonders genau hinschauen«, sieht sich Starzmann zusammen mit seinem »Co« Otmar Rösch in der Pflicht. Der SSV steht nämlich auf finanziellem Sektor vor einem Konsolidierungsjahr. Deshalb dürften bei den ins Auge gefassten vier oder fünf externen Zugängen nicht viele Fehlgriffe dabei sein. Bei den Verhandlungen gebe es »viel Klärungsbedarf«, hat Starzmann festgestellt. »Viele glauben, nach dem Aufstieg ist bei uns alles rosig.« Dabei könne der SSV auf das bisherige Gehaltsgefüge in der Oberliga »nur ein bisschen was draufsetzen«. Der Reutlinger Kommandogeber hat auch für diesen Zustand eine positive Formulierung gefunden: »Wir können den Spielern keine Regionalliga-Top-Verträge, aber eine Top-Perspektive anbieten.«
Die Funktionäre des SSV müssen in den nächsten Tagen und Wochen eine weitere Herkulesarbeit schultern: Nach wie vor wartet die Mannschaft auf die April-Gehälter. Starzmann: »In diesem Punkt muss der Verein seine Hausaufgaben erledigen.« (GEA)
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Ein Verein der seinen Spielern noch die Knitze vom April(

) schuldet darf in der Regio kicken...
Einfach herrlich transparent dieses Lizenzierungsverfahren des DFB
