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Presse, 07.01.2018

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Presse, 07.01.2018

Beitragvon Pressesprecherin » 07.01.2018, 20:02

„Müssen Job gemeinsam erledigen“

07. Januar 2018
Lokalsport Mannheim
Bis September 2016 trug Bernhard Trares als Co-Trainer von Bruno Labbadia die HSV-Raute auf der ...
Bis September 2016 trug Bernhard Trares als Co-Trainer von Bruno Labbadia die HSV-Raute auf der Arbeitskleidung.
© Imago
Ketsch/Mannheim. An der Bande stand Bernhard Trares zwar noch nicht, aber unmittelbar nach seiner Vorstellung ließ sich der neue Trainer des SV Waldhof am Wochenende den ersten Auftritt seiner neuen Mannschaft beim Sparkassen-Cup des SV Sandhausen in Ketsch nicht entgehen. Es ging darum, ein Gefühl für die Waldhof-Familie zu bekommen, zu der Trares nun nach 15 Jahren wieder als Chefcoach zurückkehrt. Vor dem offiziellen Trainingsauftakt am Montag (15 Uhr) am Alsenweg nahm sich der 52-Jährige Zeit für ein Gespräch mit dieser Zeitung.

Herr Trares, sind Sie ein Freund des Hallenfußballs?

Bernhard Trares: Eigentlich schon, ich war immer sehr gerne in der Halle und das hat mir auch immer viel gebracht, weil du extrem viel Zweikämpfe hast, ständig Anspannung hast und gut in die Saison kommst, wenn du zwei, drei Hallenturniere gespielt hast.

In der Vorbereitung werden aber sicher andere Schwerpunkte gesetzt als Budenzauber, oder?

Trares: Was heißt schon Budenzauber? Das ist genauso Fußball wie draußen. Im Training auf dem Feld spielen wir ja auch auf engem Raum, Drei gegen Drei oder Vier gegen Vier. Diese kleinen Spielformen gehören genauso dazu wie die großen.

Sie haben die Mannschaft in dieser Saison schon mehrfach im Stadion gesehen und auch schon Video-Studium betrieben. Wo sehen Sie Ansatzpunkte, das Team in nur fünf Wochen voranzubringen?

Trares: Ich glaube, wir müssen mehr Chancen herausarbeiten, wir müssen läuferisch und körperlich etwaszulegen, da die Saison vielleicht erst in den letzten fünf Spielen entschieden wird. Auch im Umschaltspiel müssen wir kompakter sein. Da gibt es schon einige Ansätze, an denen es zu arbeiten gilt.

Reicht auch die Qualität des Kaders aus, um einen Relegationsplatz zu erreichen, oder sehen Sie in bestimmten Mannschaftsteilen Handlungsbedarf?

Trares: Das wird man sehen. Ich muss jetzt erst einmal in die Vorbereitung gehen und mit den Jungs arbeiten. Grundsätzlich habe ich Vertrauen in den aktuellen Kader, deshalb habe ich auch unterschrieben und hoffe, dass wir alle gesund sowie mit viel Power aus der Vorbereitung kommen.

Wie sehen Sie die Ausgangslage vor dem Rückrundenstart. Ist Saarbrücken schon durch und dahinter gibt es einen Vierkampf?

Trares: Saarbrücken ist für mich klar durch. Gegen die vermeintlich schwächeren Gegner brennt beim FCS nichts mehr an. Für Platz zwei kommen noch vier, fünf Teams in Frage und wir sind dabei. Ein anderes Ziel kann es nicht geben und das ist ein positiver Druck für mich.

Wenn Ihre Mission mit einem Erfolg endet, soll sich ihr zunächst bis Saisonende laufender Vertrag automatisch verlängern. Bedeutet Erfolg ausschließlich Aufstieg oder sehen Sie sich auch mittelfristig als Bestandteil des Projekts?

Trares: Erst einmal bis zum Saisonende zu schauen, war für alle Beteiligten sicher die fairste Lösung. Ich habe jetzt nicht auf eineinhalb Jahre gedrängt, weil man ja weiß, dass momentan auch noch Gerd Dais bezahlt werden muss. Und wenn wir am Ende miteinander zufrieden sind und das war eine konstruktive Zusammenarbeit, dann spricht nichts dagegen, dass man weitermacht. Erfolg würde ich deshalb nicht unmittelbar und ausschließlich am Aufstieg festmachen. Es geht auch darum, etwas zu entwickeln und aufzubauen, die nächste Saison zu planen, zu scouten, den Kader zu optimieren. Für diese Phase werde ich jetzt alle Energie investieren.

Neue Trainer werden gerne nach Ihrer Fußball-Philosophie gefragt. Wie stellen Sie sich das Spiel des SVW unter Bernhard Trares im Idealfall vor?

Trares: Wir wollen variabel sein und es sollte eine Handschrift zu sehen sein. Mir schwebt vor allem eine Dominanz vor, bei der man sagt: Okay - das ist der SV Waldhof, der bespielt den Gegner. Der zeigt, was er will. Wichtig ist aber auch, dass wir für das Ergebnis spielen. So spielt Eintracht Frankfurt momentan vielleicht nicht den attraktivsten Fußball, aber jeder Spieler ist dort bereit, alles fürs Ergebnis zu tun. Und was die konkrete Spielidee betrifft: Ein bisschen was müssen wir auch noch für uns selbst behalten. Wir sind ja schon gläsern genug, den Rest wird man dann hoffentlich ab dem 10. Februar erkennen, wenn es mit dem ersten Heimspiel wieder losgeht.

Als Spieler haben Sie klare Kante gezeigt, waren unbequem für den Gegner. Wieviel davon ist noch im Trainer Trares vorhanden?

Trares: Einiges. Ich würde mich als klar, ehrlich und direkt bezeichnen, wenn danach gefragt wird, wie ich mit den Spielern umgehe. Meine Jungs wissen immer, woran sie sind, und der Teamgedanke steht im Vordergrund. Das sind meine Richtlinien, an denen ich mich orientiere.

Können Sie sich noch an Ihr erstes Spiel für den SVW erinnern?

Trares: Das erste? Ich glaube wir waren in Saarbrücken und haben gewonnen. Stimmt das?

... ein gewisser Bernhard Trares hat mit einem sehenswerten Seitfallzieher aus 16 Metern getroffen . . .

Trares: Genau. Das war natürlich ein perfekter Einstand. Und ich habe, glaube ich, auch einen wichtigen Elfmeter gegen den KSC verwandelt. Dort steht uns ja auch noch das Pokalspiel bevor.

Zu einem ähnlichen positiven Start als SVW-Trainer am 10. Februar gegen die Stuttgarter Kickers würden Sie sicher nicht Nein sagen, oder?

Trares: Absolut. Das wäre perfekt. Wir wollen schließlich die Fans und den Verein gleich von Beginn an für eine lange Rückrunde mitnehmen. Wir brauchen alle Unterstützung und wollen ganz vorne rein. Andere Ziele haben wir nicht und etwas anderes zu formulieren, wäre unglaubwürdig. Wir müssen diese Verfolgerrolle jetzt zusammen annehmen und nicht nur auf den Trainer schauen, der jetzt mal machen soll. Aber ich kann keinen Zauberstab schwingen. Wir müssen diesen Job alle gemeinsam erledigen.

© Mannheimer Morgen, Sonntag, 07.01.2018

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