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Presse, 29.12.2017

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Presse, 29.12.2017

Beitragvon Pressesprecherin » 29.12.2017, 08:23

SV Waldhof braucht neuen Trainer

Autor: alex29. Dezember 2017
Thema des Tages
Fußball Regionalliga verweigert verlängerte Ausnahmegenehmigung für Michael Fink

Michael Fink rückt beim Waldhof zurück ins zweite Glied.
Michael Fink rückt beim Waldhof zurück ins zweite Glied.
© Binder
Mannheim.Fußball-Regionalligist SV Waldhof muss sich überraschend einen neuen Trainer suchen. Wie der Verein gestern mitteilte, verlängerte der Verband die Ausnahmegenehmigung für den bisherigen Chefcoach Michael Fink nicht wie erhofft bis zum Saisonende. Dem 35-jährigen Ex-Profi fehlt die für die Regionalliga notwendige A-Trainerlizenz, eine angedachte Teamlösung mit Assistent Benjamin Sachs verwarf der SVW wegen drohender Strafen durch den Verband.

„Wir waren alle glücklich mit Michaels Arbeit und hätten gerne weiter als Cheftrainer mit ihm gearbeitet, aber der DFB hat uns ganz klar zu einer sauberen Lösung geraten“, sagte der Sportliche Leiter Jochen Kientz dieser Zeitung. Er muss nun bis zum Trainingsstart am 8. Januar einen neuen Übungsleiter finden. „Ich habe bereits einige Kandidaten im Kopf“, erklärte Kientz. Fink bleibt dem Verein als Co-Trainer erhalten.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 29.12.2017

https://www.morgenweb.de/mannheimer-mor ... 73620.html
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Re: Presse, 29.12.2017

Beitragvon Pressesprecherin » 29.12.2017, 08:25

Waldhof benötigt neuen Trainer

Michael Fink erhält keine Ausnahmeregelung in der Regionalliga

Michael Fink: Ohne A-Lizenz den SV Waldhof auf den dritten Platz geführt. Foto: vaf

Mannheim. (enze) Waldhofs Sportlicher Leiter Jochen Kientz, 45, ist prompt stark gefordert und mit Negativnachrichten konfrontiert - gerade mal eine Woche im Amt, muss er einen neuen Trainer für den Tabellendritten der Fußball-Regionalliga Südwest suchen. "Eine große Baustelle", sagt Kientz, nachdem die für die vierte Klasse zuständige Spielkommission den Antrag des SV Waldhof abgelehnt hat, Fink eine verlängerte Ausnahmeregelung bis Saisonende zu erteilen. Der 35-jährige Ex-Profi (Arminia Bielefeld, Eintracht Frankfurt, Erzgebirge Aue) hatte Mitte Oktober Gerd Dais als Chefcoach abgelöst und musste seither nur eine Niederlage verantworten. Weil Fink aber nicht in Besitz der A-Lizenz ist, darf er seine "sehr gute Arbeit" (Kientz) beim SVW nicht fortsetzen.

Eigentlich hatte der Mannheimer Traditionsklub geplant, mit einem Teamchef-Modell den Aufstieg in die Dritte Liga anzupeilen - nach zwei vergeblichen Anläufen zuvor in Serie. Doch die Ligaverantwortlichen hätten "empfindliche Strafen" signalisiert, wie die Blau-Schwarzen gestern mitteilten. "Die Situation nun ist natürlich sehr ärgerlich", sagt Sportchef Jochen Kientz, "aber wir müssen sauber arbeiten, man darf sich nicht mit dem DFB anlegen."

Bis zum Trainingsbeginn am 8. Januar will Kientz den neuen Cheftrainer präsentieren. Das Anforderungsprofil: "Ein Fußballlehrer, der die Ärmel hochkrempeln und zum Waldhof passen muss. Und wenn nötig, muss er bis spät abends arbeiten können." Fink wird in der Restrückrunde neben seiner Ausbildung als Co-Trainer agieren, auch der bisherige "Co" Benjamin Sachs, 36, soll weiterbeschäftigt werden. Denkbar, dass er verstärkt im Scouting eingesetzt wird.

https://www.rnz.de/sport/regionalsport_ ... 26845.html
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Re: Presse, 29.12.2017

Beitragvon Pressesprecherin » 29.12.2017, 08:30

„Eins-gegen-Eins steht im Vordergrund“

Autoren: Andi Nowey , Andi Nowey (wy)
29. Dezember 2017
Schnell und technisch beschlagen: Waldhof-Eigengewächs Semih Sahin nutzt den Futsal als Alternative ...
Schnell und technisch beschlagen: Waldhof-Eigengewächs Semih Sahin nutzt den Futsal als Alternative zum regulären Fußball.
© Nix
MANNHEIM.Im Oktober 2017 holte sich die badische U-19-Auswahl mit drei Siegen und einem Remis die Süddeutsche Meisterschaft im Futsal vor den Teams aus Württemberg, Hessen, Bayern und Südbaden. Einer, der aus dem Team herausstach und sich auch einmal in die Torschützenliste eintragen konnte, war Semih Sahin, der in der A-Jugend des SV Waldhof Fußball spielt. „Auswahl-Trainer Nejat Yüksel ist gleichzeitig Coach der badischen Futsal-Mannschaft. Ein paar Wochen nach der Süddeutschen Meisterschaft haben wir telefoniert und er hat mich über Futsal informiert und dann für die Herren-Auswahl nominiert“, schildert Sahin seinen kurzen Weg in die sich im Kommen befindliche Hallenfußball-Variante.

Zum ersten Mal in Berührung mit Futsal kam der 18-Jährige mit der U15 des SV Waldhof bei den damaligen Hallenkreismeisterschaften. Sofort war seine Begeisterung für den Budenzauber geweckt. „Wir haben das Turnier gewonnen und ich habe gesehen, dass Futsal richtig Spaß macht“, erklärt er. „Mir gefällt, dass hauptsächlich das Eins-gegen-Eins im Vordergrund steht.“ Und da hat der junge Türke durch seine beschlagene Technik und seine Schnelligkeit selbst auf engsten Räumen große Vorteile.

Führungsrolle übernommen

Das sieht auch sein Waldhof-Trainer Serkan Secerli so, der Sahin auf einem guten Weg sieht. „Er zeichnete sich bereits in den letzten Jahren durch seine großen Fähigkeiten und durch den Einsatz seiner individuelle Stärken für die Mannschaft aus“, lobt der A-Jugend-Trainer des Waldhof seinen Kapitän. „Zudem kommt, dass er immer zuverlässig auf das gemeinsame Ziel zusteuert und sich nicht scheut, auf dem Platz schwierige Entscheidungen zu treffen.“

Sahin hat beim blau-schwarzen Nachwuchs eine Führungsrolle übernommen und kann dieses Selbstvertrauen in die Halle zur Futsal-Variante perfekt übernehmen. In der badischen Auswahl trifft er zudem auf Timo di Giorgio vom FC Germania Friedrichstal, der inzwischen zum Futsal-Nationalspieler gereift ist. Ein Weg, der für Sahin auch, wenngleich mit Abstrichen, erstrebenswert ist. „Klar würde mich das freuen, Nationalspieler zu sein, allerdings steht für mich der Fußball auf dem Feld im Fokus. Futsal ist jetzt eine ideale Abwechslung, da wir Winterpause haben“, erklärt Sahin. Aktuell Futsal und dann die Rückrunde bei der U19 des SV Waldhof sollen für den Mittelfeldspieler die nächsten Schritte auf dem Weg zum Profi sein.

„Mein Ziel ist es jetzt erst einmal, mit der U19 eine erfolgreiche Saison zu spielen“, will Sahin nicht zu weit vorausblicken. Allerdings haben seine Leistungen bereits die Scouts auf den Plan gerufen, und es gab bereits eine Anfrage aus der Talentschmiede des SC Freiburg. Doch Sahin möchte nichts überstürzen. „Ich möchte den Sprung zum Profi schaffen – am liebsten in unserer ersten Mannschaft“, beweist Sahin Vereinstreue. In der Wintervorbereitung soll er bereits ins Training des Regionalliga-Kaders einsteigen.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 29.12.2017

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Re: Presse, 29.12.2017

Beitragvon Pressesprecherin » 29.12.2017, 09:06

Jahresrückblick 2017 des Regionalligisten SV 07 Waldhof Mannheim

Jahresrückblick 2017 des Regionalligisten SV 07 Waldhof Mannheim
sport-kurier. Einen Jahresrückblick beginnt man für gewöhnlich mit dem Jahresbeginn, doch beim SV Waldhof überschlagen sich in den letzten Tagen des Jahres förmlich die Ereignisse, so dass der Rückblick mit den aktuellen Ereignissen startet.

Zwei Tage vor Heiligabend verpflichtete der SVW endlich einen Sportlichen Leiter. Jochen Kientz, der in der Jugend für den SV Waldhof kickte, soll diese Aufgabe zum Wohle aller ausüben. In der Wechselperiode bis zum 31. Januar wollte er sich eigentlich auf die Suche nach der ein oder anderen Verstärkung für die Mannschaft machen, doch nun muss er als erstes die Cheftrainer-Position neu besetzen.

Michael Fink erhält von der Spielkommission wegen fehlender Trainerlizenzen keine Ausnahmegenehmigung für die Restrückrunde und verliert seinen Chefposten am 17. Januar. Der Plan, zunächst die B-Lizenz und im direkten Anschluss die DFB-Elite-Jugend-Lizenz und dann die A-Lizenz zu erwerben, ist damit Geschichte.



Michael Fink arbeitet erfolgreich, muss aber seinen Cheftrainer-Stuhl räumen. Ihm fehlen die erforderlichen Lizenzen. Fink bleibt den Blauschwarzen als Co-Trainer erhalten. AS Sportfotos

In den letzten Wochen des Jahres hat der SVW aber auch noch Gerichtsverfahren am Hals. Zum einen geht es um eine Provision für einen Spielerberater, die dem Club als zu hoch erscheint. Und dann sind da auch noch zahlungsunwillige Ex-Sponsoren aus dem Kreis der sogenannten "Mannheimer Runde". Urteile wird es wohl im nächsten Jahr geben. Man darf gespannt sein.

Sportlich hat der SV Waldhof eine bessere Ausgangsposition in den letzten beiden Spielen des Jahres verpasst. Nur einen von sechs möglichen Punkten holten die Blauschwarzen gegen Völklingen und SC Freiburg 2 und überwintern nun nicht auf dem zweiten, sondern dem dritten Tabellenplatz. Das soll die Leistung der Wochen davor aber nicht schmälern.

"Wenn wir in diesem Rhythmus weitermachen, werden wir oben dabei sein", meinte Michael Fink nach dem letzten Punktspiel und verwies auf seine persönliche Bilanz mit nur einer Niederlage bei zehn Spielen. Inklusive Pokal gewann er sieben Begegnungen. Dank Fink spielt der SVW noch im Pokal und trifft im Halbfinale auf den KSC. Im Kampf um einen der ersten beiden Tabellenplätze ist der SVW durch die gute Serie wieder dick im Rennen.



Nach der 6. Saisonniederlage beim VfB Stuttgart II war die Uhr für Trainer Gerd Dais abgelaufen. AS Sportfotos

"Die Aufholjagd hat uns viele Körner gekostet", entschuldigte Abwehrchef Kevin Conrad das traurige Jahresende, bevor er sich in den verdienten Urlaub verabschiedete. Die sportliche Bilanz stimmt unter Fink insgesamt jedoch. Eine Serie, die man Gerd Dais wohl nicht mehr zugetraut hatte. Nach der sechsten Saisonniederlage beim VfB Stuttgart 2 zog der Club im Oktober die Konsequenzen und beurlaubte den 54-jährigen.

Vergessen war, dass er noch im Mai die Relegation erreichte und erst im Elfmeterschießen den Aufstieg verpasste. Aber wie schon im Jahr davor gegen Lotte schaffte das Team auch gegen Meppen kein einziges Tor aus dem Spiel heraus. So wird es natürlich schwer mit dem Aufstieg.

Nach dem Abgang von Leistungsträgern musste Dais im Sommer Schlüsselpositionen neu besetzen und hatte in der Vorbereitung permanent Pech mit vielen Verletzten im Offensivbereich. Dazu kam es zum öffentlichen Zerwürfnis mit Geschäftsführer Markus Kompp. Dais Stellung war dadurch eh schon geschwächt.



Gegen die Offenbacher Kickers gewannen die Waldhöfer 2:0 - Andreas Ivan / SVW gegen Christeros Stoilas -SV Waldhof Mannheim vs. Kickers Offenbach. AS Sportfotos

Auf Dais folgte Fink und der strapazierte die Nerven der Zuschauer gleich bei seinem ersten Einsatz als Cheftrainer. Im Viertelfinal-Pokalspiel bei Astoria Walldorf lag der SVW schnell mit 0:2 zurück, ohne dass die Astoria überlegen gewesen wäre. Das Spiel machte Waldhof und Fink fand bei Halbzeit in der Kabine die richtigen Worte. "Wir sind gut im Spiel. Wir müssen so weitermachen, aber natürlich hinten sicher stehen und unsere Chancen endlich verwerten", appellierte er an seine Mannen. Gesagt, getan. Waldhof drehte die Partie tatsächlich und auch völlig verdient und erzielte in der Verlängerung den 3:2-Siegtreffer.

Mit dem ersten Fink-Erfolg in Walldorf im Rücken schlug der SVW auch gegen Offenbach gnadenlos zu. Fink, der selbst nur fünf Autominuten vom Bieberer Berg entfernt wohnt, ließ früh pressen und die Kickers kamen an diesem Tag damit überhaupt nicht zu recht. Der verdiente 2:0-Erfolg über die Kickers war der Auftakt der guten Serie, mit der sich der SV Waldhof wieder an die Tabellenspitze heranpirschte. Gegenüber dem Vorjahr hatten die Blauschwarzen mit 35 gegen 34 nur einen Punkt weniger geholt und dies trotz sechs Saisonniederlagen.

Demgegenüber standen halt auch elf Siege und das einzige Remis der Saison gab es unter Fink gegen Hoffenheim 2, als man bis weit in die zweite Halbzeit hinein mit 0:2 zurücklag. Genauso lief es dann auch gegen Völklingen im zweiten Rückrundenheimspiel, als man wieder einen 0:2-Rückstand aufholte. Die Niederlage zum Abschluss in Freiburg ist das traurige Ende für Fink als Cheftrainer, zumindest vorübergehend.



Geschäftsführer Markus Kompp (rechts) ist nicht unumstritten. Links Investor Bernd Beetz, der steht jedoch uneingeschränkt hinter seinem GF. AS Sportfotos

Neben der sportlichen Entwicklung gab es im Jahr 2017 aber auch noch die vollzogene Ausgliederung in eine Spielbetriebs GmbH. Für die Fans ändert sich trotz mancher Bedenken im Vorfeld erst einmal nichts, denn Fußball wird nach wie vor mit einem runden Spielgerät absolviert. Die Frage ist, inwieweit sich der Investor bei Personalfragen in Entwicklungen und Entscheidungen einmischt. Bei allen Spielerverpflichtungen sei er informiert gewesen, ließ er einmal wissen.

Auf seinen Geschäftsführer lässt er nichts kommen, obwohl neben den zuvor aufgeführten Gründen auch auf der Geschäftsstelle mehrere teils langjährige Mitarbeiter nicht mehr tätig sind und dem SV Waldhof somit eine Menge Knowhow verloren ging. Die Ruhe im Verein scheint daher trügerisch, der Vulkan der Fans könnte jederzeit ausbrechen. Und mit der Wortwahl ist man da nicht zimperlich, siehe dazu die Diskussion um das zusätzliche Saisonspiel ohne Wertung gegen die U20 aus China, auf die sich die Anhänger in diesem Sommer eingeschossen haben. Wer sich in der GmbH nicht in den Dienst der Sache SV Waldhof stellt, hat da über kurz oder lang sehr schlechte Karten.

http://www.sport-kuriermannheim.de/spor ... nheim.html
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Re: Presse, 29.12.2017

Beitragvon Pressesprecherin » 29.12.2017, 17:54

SV Waldhof: Heftiges Nachbeben im Fall Fink

Autor: Alexander Müller (alex)
29. Dezember 2017
Ausnahmegenehmigung abgelehnt

Da Michael Fink (großes Bild) nicht mehr als Cheftrainer des SV Waldhof arbeiten darf, schlagen die ...Fotos ansehen 3 Bilder
Da Michael Fink (großes Bild) nicht mehr als Cheftrainer des SV Waldhof arbeiten darf, schlagen die Wellen hoch. In die Kritik gerät Geschäftsführer Markus Kompp (oben rechts), DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann redet Klartext. © Binder (2)/dpa
Mannheim.

Die Nachricht vom Aus für Michael Fink als Cheftrainer bei Fußball-Regionalligist SV Waldhof hat die besinnliche Stimmung zum Jahreswechsel beim Mannheimer Traditionsverein hinweggefegt wie ein ausgewachsener Wintersturm. Die zuständige Fußball-Regionalliga Südwest GbR hatte eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für den 35-jährigen Ex-Profi, der nicht über die notwendige A-Trainerlizenz verfügt, abgelehnt. Der SVW braucht nun zeitnah einen neuen Chefcoach - ein heftiger Schlag ins Kontor für den ehemaligen Bundesligisten.

Viele Waldhof-Fans wittern eine Verschwörung des Verbands gegen den Club. Der Hintergrund: Die Mannheimer hatten vor Saisonbeginn die geplanten freiwilligen Freundschaftsspiele der Südwest-Regionalligisten gegen eine chinesische U-20-Auswahl abgelehnt. Federführend organisiert worden war das mittlerweile abgesagte Projekt von DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann, gleichzeitig Geschäftsführer der Regionalliga Südwest. Hat der Verband also die Gelegenheit zur Retourkutsche genutzt?

Zimmermann bestreitet das vehement. „Das ist einfach Quatsch“, sagte der Wieslocher dieser Zeitung: „Waldhof Mannheim wird von uns weder bevorzugt noch benachteiligt.“ Sein Stellvertreter Felix Wiedemann, der für das operative Geschäft in der Südwest-Staffel zuständig ist, betonte, dass der Verband dem Waldhof von Beginn an deutlich gemacht habe, dass die Ausnahmegenehmigung für den bisher ohne jeglichen Trainerschein ausgestatteten Fink als Chefcoach nur bis zur Winterpause gelte: „Es ist ein gewisses Risiko, jemanden zu befördern, wenn ich weiß, dass er nicht weitermachen darf - gerade wenn er dann erfolgreich ist.“

Eine Teamlösung mit dem bisherigen Fink-Assistenten und A-Lizenz-Inhaber Benjamin Sachs wäre laut Wiedemann nur denkbar gewesen, wenn Sachs auch tatsächlich als Cheftrainer agiert hätte: „Wir haben dem Waldhof gesagt, dass der Verdacht einer Alibilösung nicht aufkommen darf.“ Sachs war am 10. November als neuer Co-Trainer vorgestellt worden, damit schien nach allgemeiner Lesart Finks Zukunft in verantwortlicher Position zumindest bis zum Saisonende gesichert. Was sich letztlich als Fehleinschätzung herausstellte.

Zerrüttetes Verhältnis

Ist der SVW also sehenden Auges in die prekäre Situation geschlittert? Nach Informationen dieser Zeitung gibt es im Umfeld einigen Unmut über das Verhalten von Geschäftsführer Markus Kompp in der Causa Fink. Ein Insider wirft dem Chef der Spielbetriebs-GmbH vor, nach der Amtsübernahme Finks von Gerd Dais im Oktober lediglich einmal Mailkontakt zum Verband aufgenommen und das Thema danach schleifen gelassen zu haben. „Kompp trägt mindestens eine Mitschuld. Sein Verhalten war fahrlässig. Wäre Dirk Rittmüller (ehemaliger Waldhof-Mitarbeiter, Anm. d. Red) noch da, hätte er das auf jeden Fall hinbekommen“, sagte der SVW-Kenner dieser Zeitung. Kompp kann allerdings keine eigenen Fehler erkennen. „Ich habe den Verband nach der Amtsübernahme von Fink sofort über die Sachlage informiert“, erklärte sich der Geschäftsführer und fügte hinzu: „Es war klar, dass die Sache so oder so entschieden werden kann. Daher waren wir natürlich nicht vollkommen überrascht, auch wenn wir uns natürlich eine andere Entscheidung gewünscht hätten.“

Nach Informationen dieser Zeitung hat der China-Ärger des SVW durchaus negative Auswirkungen auf die Fink-Entscheidung gehabt. Das Verhältnis des Vereins zu den Verantwortlichen bei der Regionalliga Südwest muss demnach in der Tat als zerrüttet gelten. Dies habe laut übereinstimmenden Aussagen aus dem Umfeld des Clubs aber weniger mit der grundsätzlichen Entscheidung gegen die Teilnahme an den Chinesen-Spielen an sich zu tun, sondern damit, dass Kompp dem Verband erst zugesagt und dann auf Druck der eigenen Fanszene zurückgerudert sei.

Der am schlimmsten von dem ganzen Schlamassel Betroffene hält sich hingegen in der Angelegenheit vorerst bedeckt. „Ich werde mich zu gegebener Zeit äußern“, sagte Fink gestern auf Anfrage.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 29.12.2017

https://www.morgenweb.de/mannheimer-mor ... 73863.html
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