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Presse, 15.04.2018

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Presse, 15.04.2018

Beitragvon Pressesprecherin » 15.04.2018, 15:30

Kevin Conrad - die Rückkehr des Gladiators

Von unserem Redaktionsmitglied

Alexander Müller

Offenbach. Die von den Waldhof-Fans mitgebrachte Fischermütze tauschte Kevin Conrad (Bild) schnell gegen einen Müsli-Riegel. „Der war jetzt auch bitter nötig“, sagte der Abwehrchef des Mannheimer Fußball-Regionalligisten kauend in den Katakomben des Offenbacher Stadions. 1:0 hatte der SVW durch ein spätes Kopfball-Tor von Daniel di Gregorio (88.) beim Erzrivalen OFC gewonnen, 2500 mitgereiste Fans feierten draußen frenetisch den Prestigeerfolg, der für den Waldhof im Kampf um Relegationsplatz zwei ein echter „Big Point“ war.

„Wir haben uns jetzt eine gute Ausgangsposition erarbeitet“, attestierte sogar Waldhof-Trainer Bernhard Trares, der normalerweise äußerst ungern über die Tabellenkonstellation spricht. Mit dem Sieg im direkten Duell zogen die Mannheimer am nun punktgleichen Konkurrenten Offenbach vorbei auf Rang zwei, haben aber noch zwei Partien mehr in der Hinterhand als die Hessen. Auf den Vierten SC Freiburg II hat der SVW vier Punkte Vorsprung. „Die darf man nicht vergessen, die sind auch noch dran“, mahnte Trares.

Reck will nicht aufgeben

Dass der Prestigeerfolg am Bieberer Berg jedoch absolut richtungsweisend war, darüber herrschte im blau-schwarzen Lager Einigkeit. Und dass Rückkehrer Conrad am Derbytriumph einen gewaltigen Anteil hatte, daran gab es keinen Zweifel. Gerade in der Schlussphase, als Offenbach den Druck sukzessive erhöhte, warf sich der Künzelsauer in jeden Kopfball, gefühlt gewann er jeden Zweikampf. „Nicht nur tabellarisch war das ein Sechs-Punkte-Spiel, sondern auch für die Fans und die Stadt war es ein sehr wichtiger Sieg“, meinte Conrad, der beim 2:2 gegen Walldorf vor drei Wochen in einem Luftduell „die Zähne eingeschlagen“ (Trainer Trares) worden waren. Gegen Offenbach kehrte der Innenverteidiger mit einem speziellen Zahnschutz zurück - und schwang sich sofort wieder zum großen Stabilisator in der Waldhof-Defensive auf. „Den kann man nachts um drei wecken, dann geht er zum Kopfball und haut seinen Schädel rein. Der kennt da keine Gnade“, lobte SVW-Torwart Markus Scholz mit einem Grinsen seinen Vordermann. Coach Trares beschrieb den Stellenwert seines Abwehrchefs in leicht martialischen Sätzen: „Kevin ist einer, den kannst du immer in die Schlacht schicken. Er ist einfach ein Gladiator, der vorneweg geht. Dem kannst du ein Bein abschlagen, dann rennt er trotzdem weiter.“

Conrad, im vergangenen Sommer aus Chemnitz an den Alsenweg gewechselt, ist so etwas wie Waldhofs emotionaler Anführer geworden - auch auf ihn wird es in den nun anstehenden entscheidenden Wochen ankommen. „Die Perspektiven sind super, aber die beiden Spiele mehr im Vergleich zu Offenbach haben wir noch nicht gewonnen“, sagte Conrad: „Wir sollten die nächsten Wochen nutzen, um die nötigen Punkte einzusammeln, damit wir in den beiden letzten Spielen gegen Steinbach und Ulm nicht noch unter Druck geraten.“

Offenbachs Trainer Oliver Reck hatte nach der unglücklichen Heimniederlage vor der prächtigen Kulisse von über 13 300 Zuschauern schon eine kleine Kampfansage Richtung Mannheim geschickt. „ Ich habe in meinem Fußballerleben so einiges erlebt, diese Saison ist noch nicht vorbei.“ Auch Kollege Trares wollte von einer Vorentscheidung im Kampf um Platz zwei nichts hören: „Oliver Reck hat zu 100 Prozent recht. Wir haben noch fünf Spiele vor uns, müssen noch einiges tun und konzentriert bleiben.“ (Bild: SVW)

© Mannheimer Morgen, Sonntag, 15.04.2018

https://www.morgenweb.de/mannheimer-mor ... 33178.html
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Re: Presse, 15.04.2018

Beitragvon Pressesprecherin » 15.04.2018, 15:36

Der SV Waldhof stürmt den Bieberer Berg ++ Daniel di Gregorio erzielt Last-Minute Siegtreffer zum 0:1

sport-kurier. Ausgerechnet ein gebürtiger Offenbacher besiegt die Kickers, denn Daniel di Gregorio köpft kurz vor dem Abpfiff zum entscheidenden 1:0-Siegtreffer ein (88.).

Mit dem dritten 1:0-Sieg in Folge schiebt sich der SVW am OFC in der Tabelle vorbei und rückt auf den zweiten Platz vor. "Es war ein glücklicher Sieg für uns. Ein Unentschieden wäre heute gerecht gewesen", meinte hinterher SVW-Coach Bernhard Trares.  

Spitzenspiel in der Regionalliga Südwest. Offenbach empfängt Waldhof. Die Kulisse fiebert dem Match entgegen. 13 231 Zuschauer werden in den folgenden 90 Minuten Zeugen eines spannenden, aber nicht hochklassigen Spiels. Es stand eben viel auf dem Spiel. Dem SV Waldhof gelingt es, die starken Anfangsminuten zu überstehen, in denen der OFC viel Dampf macht. Das aber auf Kosten einer frühen gelben Karte. Schon nach 90 Sekunden handelt sich Mete Celik die erste gelbe Karte des Spiels für ein Foul an der Seitenlinie ein. 

Nach einer Viertelstunde dann der SVW erstmals gefährlich im gegnerischen Strafraum. Nach Gianluca Kortes Freistoß herrscht Chaos im Offenbacher Strafraum und mehrere Schussversuche enden im Nichts. Viele Freistöße im Mittelfeld und Unterbrechungen prägen die Partie in der Folge. Es entwickelt sich ein Abnutzungskampf, doch nach 25 Minuten wird der SVW endlich torgefährlicher. Benedikt Koep bekommt im Strafraum aber keine Ballkontrolle (26.). Dann kommt Celik zum Schuss, doch er scheitert knapp (28.). Die Schlussphase der ersten Halbzeit wird noch mal sehr lebhaft. Di Gregorio (36., 45.) sowie auf der Gegenseite Ko Sawada (43., 45.) sind der Führung sehr nahe. 

Nach der Pause hat Blauschwarz den besseren Start, Benedikt Koep scheitert aus spitzem Winkel am Außennetz (52.). Bei Marco Schusters Kopfball muss Serkan Firat auf der Linie klären (61.). Mehr und mehr wird dann aber der OFC dominant. Gegen Sawada rettet Celik ebenfalls auf der Linie (66.). Waldhof verteidigt das 0:0 nach Kräften und bekommt bei einem Entlastungsangriff zwei Minuten vor dem Ende einen Freistoß von rechtsaußen zugesprochen. Dorian Diring schießt den Ball in den Strafraum und di Gregorio trifft mit seinem Kopfball mitten ins Offenbacher Herz (88.). 3000 Mannheimer Schlachtenbummler waren aus dem Häuschen, denn es war die Entscheidung. 

"Die Saison ist noch lange nicht vorbei", bemühte Oliver Reck Durchhalteparolen. An der Leistung seiner Elf hatte er berechtigterweise wenig auszusetzen. "Ich bin sehr zufrieden mit der Spielanlage und wie wir von hinten heraus das Spiel kontrolliert haben", meinte er. Für einen oder gar drei Punkte reichte die Leistung an diesem Tag jedoch nicht. 

Ausgerechnet in der entscheidenden Saisonphase wird indes die Stimmung bei Teilen der Waldhof-Mannschaft sehr unruhig. In der Kritik steht zunehmend der sportliche Leiter Jochen Kientz. Weder Benedikt Koep noch Kevin Nennhuber, deren Verträge auslaufen, hatten nach eigenen Aussagen bisher ein Gespräch bezüglich einer weiteren Zusammenarbeit. Zuvor soll auch schon bei di Gregorio der sportliche Leiter keine gute Figur abgegeben haben. Zumindest begründete di Gregorio seinen bevorstehenden Vereinswechsel auch damit. Vertragsgespräche laufen dagegen mit Andreas Ivan, doch es dürfte schwer werden, ihn zu halten. Gerüchteweise haben Zweit- und Drittligisten die Fühler nach Ivan ausgestreckt.

Nach dem Pokalhalbfinale am Mittwoch beim Karlsruher SC muss der SVW noch fünfmal um Punkte kämpfen. Stand heute muss Waldhof nur vier der fünf Spiele gewinnen, um aus eigener Kraft auf dem zweiten Tabellenplatz zu bleiben. Im ersten dieser fünf Spiele geht es am kommenden Samstag gegen TSV Schott Mainz. 


Offenbacher Kickers - SV Waldhof 0:1  (0:0)    

Offenbacher Kickers: Endres - Marx, Maier, Kirchhoff, Schulte (61.Theodosiadis) - Sawada, Rapp, Hodja (77.Akgöz), Firat - Darwiche (37.Treske), Vetter

SV Waldhof: Scholz - Meyerhöfer, Conrad, Nennhuber, Celik - Ma.Schuster, Di Gregorio - Diring, G. Korte (67.Ivan), Deville (82.Hebisch) - Koep (88.Tüting)

Tor: 0:1 Di Gregorio (88.)
Schiedsrichter: Müller (Löchgau)
gelbe Karte: Schulte, Firat, Treske, Maier / Celik, Ma. Schuster, Koep 
Zuschauer: 13231

Letzte Änderung am Sonntag, 15 April 2018

http://www.sport-kuriermannheim.de/spor ... m-0-1.html
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Re: Presse, 15.04.2018

Beitragvon Pressesprecherin » 15.04.2018, 15:39

Mannheim: Typisierungsaktion für schwerkrankes Mädchen

Beim Heimspiel gegen Aufsteiger TSV Schott Mainz am 21. April.


Südwest-Regionalligist SV Waldhof Mannheim veranstaltet im Rahmen der Heimpartie gegen den abstiegsgefährdeten Liganeuling TSV Schott Mainz am Samstag, 21. April, eine Typisierungsaktion für ein schwerkrankes Mädchen aus der Region. Die kleine Emilia leidet an Leukämie und benötigt eine Knochenmarkspende.

Die Typisierungsaktion im Waldhof-Stadion wird von Emilias Familie und Kindergarten sowie der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSSD) organisiert. Zwischen 12.30 Uhr und 14.30 Uhr können sich die Zuschauer typisieren lassen.

http://www.4-liga.com/nachrichten-mannh ... 37412.html
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Re: Presse, 15.04.2018

Beitragvon Pressesprecherin » 15.04.2018, 15:44

Waldhof-Fans feiern Party am Bieberer Berg

14. April 2018Autor: Alexander Müller (alex)

© PIX-Sportfotos/Andreas Doering

OFFENBACH.Als Daniel di Gregorio zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit den Freistoß von Dorian Diring mit dem Kopf zum späten Siegtor ins Netz rammte, explodierte der mit 2500 Waldhof-Fans prall gefüllte Gästeblock förmlich. Der 1:0 (0:0)-Erfolg im Südwest-Derby bei Kickers Offenbach öffnet dem SV Waldhof das Tor zur dritten Teilnahme an den Relegationsspielen zum Drittliga-Aufstieg in Folge sperrangelweit. „Wir sind jetzt Zweiter, und da wollen wir auch am Saisonende stehen“, sagte der starke SVW-Torhüter Markus Scholz, der sein Team zuvor mehrfach im Spiel gehalten hatte. Und Abwehrchef Kevin Conrad, der große Stabilisator der Mannheimer auf dem Bieberer Berg, sekundierte: „Unsere Perspektiven sind jetzt glänzend.“ Mit dem prestigeträchtigen Dreier vor Zweitliga-Kulisse überholten die Mannheimer die nun punktgleichen Offenbacher – allerdings hat der SVW im Saisonendspurt noch zwei Spiele mehr zu absolvieren.

FOTOSTRECKE

FOTOS ANSEHEN9 BILDER

1:0-SIEG IM SPITZENSPIEL GEGEN OFFENBACHSV Waldhof siegt dank spätem Tor

Durch den eminent wichtigen 1:0-Sieg im Südwest-Derby bei Kickers Offenbach hat Fußball-Regionalligist SV Waldhof im Rennen um Aufstiegsrelegationsplatz zwei nun die besten Karten.

Waldhof-Trainer Bernhard Trares sorgte personell mit einem Wechsel in der Sturmspitze für eine kleine Überraschung: Benedikt Koep begann für Nicolas Hebisch. Kapitän Hassan Amin und Flügeldribbler Andreas Ivan saßen nach auskurierten Blessuren zunächst auf der Bank, Abwehrchef Kevin Conrad kehrte mit speziellem Zahnschutz in die Startformation zurück. Jannik Sommer (Grippe) fehlte.

Die Kickers starteten mit mächtig Feuer in die Partie – logisch, denn im Grunde half den Offenbachern nur ein Sieg gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um Platz zwei. Dabei hatten die Hessen offenbar die linke Mannheimer Abwehrseite mit Außenverteidiger Mete Celik und Kopfballexperte Kevin Nennhuber als potenzielle Schwachstelle ausgemacht. Schon nach anderthalb Minuten sah Celik vom überzeugenden Schiedsrichter Pascal Müller Gelb, das frühe Pressing des OFC schmeckte den Waldhöfern anfangs gar nicht. Marco Meyerhöfer musste einmal in höchster Not vor dem besten Offenbacher Ko Sawada klären (10.). „Die Kickers waren extrem gut auf uns eingestellt und hatten in der ersten halben Stunde Vorteile“, gestand SVW-Coach Trares.

Doch echte Großchancen ließ der SVW eben nicht zu, bekam nach rund 20 Minuten mehr Kontrolle über die Begegnung und hielt die Kickers weitgehend vom eigenen Strafraum fern. Im eigenen Angriffsspiel fehlte den Gästen aber die Präzision. Koep nahm einen weiten Pass von Conrad geschickt an, kam dann aber nicht zum Abschluss (26.), Maurice Deville stand nach Kortes Freistoß knapp im Abseits (42.). Die Trares-Elf hatte die Angelegenheit im Griff, brachte sich aber durch einen Ballverlust von Dorian Diring vor der Pause noch einmal selbst unter Druck: Über die entblößte rechte Abwehrseite des SVW kam der Ball zu Sawada, der knapp drüber zielte (43.).

„Spieler, Fans und der Verein. Wir wollen eine Einheit sein“, mit diesem Spruchband schickten die knapp 2500 stimmgewaltigen Waldhof-Fans ihr Team in den zweiten Durchgang. Koep näherte sich mit einem Versuch ans Außennetz aus der Drehung dem OFC-Tor zumindest schon einmal an (53.). Die Offenbacher wirkten weiterhin so, als suchten sie verzweifelt eine Lösung gegen clevere und reifer wirkende Mannheimer, die allerdings etliche Standardsituationen schlecht ausführten. Das Spitzenspiel lebte von seiner Intensivität und Spannung, weniger von fußballerischem Glanz.

Der Waldhof hätte sich die Führung mittlerweile verdient gehabt, doch Marco Schusters Schuss nach einer Ecke wurde von der Linie gekratzt (62.). In der hitzigen Atmosphäre auf dem Bieberer Berg konnte der OFC aber noch einmal eine Schippe drauflegen: Nach Sawadas Einzelaktion stand Celik auf der Linie und bereinigte die heikle Situation (66.), Kirchhoff köpfte kurz danach aufs Netz (71.) und bei Alexandros Theodosiadis‘ 16-Meter-Schuss nach einer Ecke rettete Scholz mit einer Glanztat (82.). Als alles nach einem Unentschieden roch, schlug di Gregorio zu und versetzte die Waldhof-Fans in Ekstase. „Insgesamt wäre ein Unentschieden gerecht gewesen, wir sind der glückliche Sieger“, resümierte Trares, während sein Kollege Oliver Reck angefressen analysierte: „Ich bin mit unserem Auftritt zufrieden. Heute hat nicht die bessere Mannschaft gewonnen, das ist im Fußball manchmal so.“

OFFENBACH - WALDHOF

Kickers Offenbach: Endres – Schulte (61. Theodosiadis), Kirchhoff, Maier, Marx – Firat, Hodja (77. Akgöz), Rapp, Sawada – Vetter, Darwiche (37. Treske).SV Waldhof: Scholz – Celik, Nennhuber, Conrad, Meyerhöfer – Deville (82. Hebisch), di Gregorio, Ma. Schuster, G. Korte (67. Ivan), Diring – Koep (88. Tüting).Tore: 0:1 d Gregorio (88.)Beste Spieler: Sawada – Conrad, Scholz, Nennhuber, Ma. Schuster.Gelbe Karten: Schulte, Firat, Treske, Maier – Celik, Ma. Schuster, Koep.Schiedsrichter: Pascal Müller (Löchgau)Zuschauer: 13.231.

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Re: Presse, 15.04.2018

Beitragvon Pressesprecherin » 15.04.2018, 21:26

KOMMENTARDie Initialzündung

15. April 2018

Als der SV Waldhof nach der 1:3-Niederlage beim VfB Stuttgart II Mitte Oktober Trainer Gerd Dais beurlaubte, hatten die Mannheimer 13 Punkte Rückstand auf Kickers Offenbach. Eine riesige Hypothek, die der SVW schrittweise abarbeitete – und spätestens mit dem 1:0-Derbyerfolg auf dem Bieberer Berg in eine glänzende Ausgangslage zum erneuten Einzug in die Aufstiegsspiele zur 3. Liga verwandelte. Der clevere und abgezockte Auftritt des Waldhof vor einer Zweitliga-Kulisse kann zu der Initialzündung werden, die das Team durch die entscheidenden Wochen dieser Saison trägt. Wer Offenbach und Saarbrücken auf eigenem Platz schlägt, dem ist auch in den nervenzehrenden K.o.-Duellen Ende Mai alles zuzutrauen – selbst wenn der Gegner 1860 München heißen sollte.

Bis es soweit ist, müssen die Mannheimer natürlich erst einmal ihre verbleibenden Hausaufgaben erledigen, die in die Unterkapitel Schott Mainz, Koblenz, Hoffenheim II, Steinbach und Ulm gegliedert sind. Seit diesem für den blau-schwarzen Gemütszustand so wichtigen emotionalen Samstagnachmittag wissen die Waldhöfer, wie die Rechnung aufgehen kann: Mit vier Siegen aus den restlichen fünf Partien ist der Traditionsverein auf jeden Fall wieder in der Relegation dabei, bei Patzern der Konkurrenten Offenbach und SC Freiburg II reicht sogar weniger.

Wenn das klappt, und seit Offenbach spricht fast alles dafür, wäre das eine nicht hoch genug einzuschätzende Leistung. Dreimal nacheinander in die Aufstiegsspiele einzuziehen – das hat noch kein Verein zuvor geschafft. Und das in einer schwierigen Saison, in der beim SVW mit Dais, Michael Fink sowie jetzt Bernhard Trares drei Trainer an der Seitenlinie standen und in der das bittere Scheitern von Meppen vor allem im ersten Halbjahr atmosphärisch noch nachwirkte.

Was den treuen Fans in Blau-Schwarz, um die den SVW so mancher Bundesligist beneiden dürfte, vor allem Hoffnung mit Blick auf die Relegation machen kann: Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren sieht es so aus, als erreiche die Mannschaft auf der Zielgeraden der Saison ihre Bestform. Das ist auch ein Verdienst von Trares, der seit seiner Amtsübernahme im Januar eine unübersehbare fußballerische Weiterentwicklung angestoßen hat. Und – fast genauso wichtig: Die fantastische Unterstützung in Offenbach hat demonstriert, dass die Euphorie ins Umfeld zurückgekehrt ist.

© Mannheimer Morgen, Sonntag, 15.04.2018

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